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NOMEN News Nr. 10/2012

Guten Tag,

im Namen des gesamten NOMEN-Teams wünsche ich Ihnen einen gelungenen Start in ein erfolgreiches Jahr 2012. Welche Themen die Markenwelt im neuen Jahr beschäftigen, das erfahren Sie in der heutigen Ausgabe unseres Newsletters. Dabei dreht sich alles um die Frage, wie Marken ihr Profil am besten schärfen können. Denn eines ist sicher: Die Informationsflut ebbt nicht ab. Mehr denn je müssen Marken als Leuchttürme in der Brandung stehen und ihre Strahlkraft im Wettbewerb unter Beweis stellen. 

Eine informative Lektüre wünscht Ihnen

Sybille Kircher

Geschäftsführende Gesellschafterin
NOMEN Deutschland


Lesen Sie heute:

  • Branding-Trends 2012: Marken schärfen ihr Profil
  • NOMEN gibt einen Ausblick auf die wichtigsten Themen im neuen Jahr. [more...]  
  • Partnerportale: Namen ohne Prickelfaktor
  • Wie differenzieren sich die vielen Anbieter von Online-Partnervermittlungen? Mehr schlecht als recht! [more...]       
  • Schuh-Shops: Ein Name wie der andere
  • Zalando, Limango, Omengo – ob Kunden da noch durchsteigen? [more...]       
  • Markenanmeldungen: Aktuelle Änderungen bei den Waren- und Dienstleistungsklassen
  • Das ist neu seit 1. Januar 2012. [more...]       
  • Zahlen statt Namen: Besser nicht!
  • Im technischen Bereich sind Zahlen-/Buchstaben-Kombinationen beliebte Produktbezeichnungen. Doch was aus Anbietersicht logisch erscheint, kann für Kunden zum Ärgernis werden. [more...]      
  • NOMEN Name Check: Top oder Flop?
  • „Daps“ und „Burgi’s Kloßteig seiden“ - wohlschmeckend oder abschreckend? [more...]       
  • Neues von NOMEN
  • Nexira – Starke Unternehmensmarke für einen Zulieferer in der Lebensmittelindustrie. [more...] 
    AOK vigo select & vigo akzent – Wegweisende Namen für die Wahl- und Zusatztarife. [more...]

Branding-Trends 2012: Marken schärfen ihr Profil

Welche Themen bewegen die Markenwelt in 2012? NOMEN gibt einen Ausblick auf die wichtigsten Trends. 

Trend 1: Brand Focussing 

Marken müssen klar vermitteln, wofür sie stehen. Unternehmen arbeiten daher intensiv an der Schärfung ihres Markenprofils. Polarisierung ist erwünscht. Der Markenname wird flankiert durch sensorische Benefits wie Soundmarkierung und markenkonforme Architektur. Im Zuge dessen werden auch immer mehr Markenportfolios ganzheitlich überarbeitet und gestrafft. Der Fokus liegt auf internationaler Kompatibilität. 

Trend 2: Soziale Interaktion 

Im Internet stehen Marken stärker denn je auf dem Prüfstand. Die Markenkommunikation ist keine Einbahnstraße mehr, sondern wird zum ständigen Dialog. Besonders Social Media gewinnen an Bedeutung und Einfluss. Hier müssen sich Marken attraktiv präsentieren und glaubwürdig mit den Verbrauchern interagieren. Ein Beispiel ist die traditionsreiche Outdoormarke „Fjäll Räven“, die neue Wege in Richtung Dialogmarkt geht, u. a. durch Outdoor-Events, Umweltaktionen („Rettet den Polarfuchs!“) sowie Blogs und Facebook-Auftritten. Der Druck auf die Hersteller steigt, weil Verbraucherbewertungen einen wachsenden Einfluss auf Kaufentscheidungen haben. 

Trend 3: Fair Branding 

Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility sind gefragt. In Markennamen und Produktbezeichnungen, auf Verpackungen und in der Markenkommunikation spielen regionale Herkunft, fairer Handel und Ökologie ebenso wie emotionale Verbundenheit (Heimat, Kindheit etc.) eine wichtige Rolle. Beispiel: „Hohes C Heimische Früchte“. Auch die Lust auf Gebrauchtes spiegelt den Wunsch der Verbraucher nach einem schonenden Umgang mit vorhandenen Ressourcen. 

Trend 4: Einfachheit 

Der Gegentrend zu einer immer komplexer werdenden Welt. Um es dem Verbraucher leicht zu machen, positionieren sich Marken klar und einfach. Häufig werden dazu deskriptive Bezeichnungen gewählt, die die Produkteigenschaften erklären, aber keine emotionale Tiefe mehr haben (z. B. „easyCredit“). Aber Achtung: Namen ohne Erlebnischarakter werden sich am Markt nicht durchsetzen. 

Trend 5: Young Urbanism 

Junge Verbraucher wählen ihren Wohnsitz verstärkt in Großstädten. Marken, die sich auf die Bedürfnisse von Stadtbewohnern einstellen, gewinnen deshalb an Bedeutung, z. B. Car-Sharing-Modelle wie Car2go oder Quicar. 

Trend 6: Design-Orientierung 

Marken in ebenso reduziertem wie hochwertigen Design werden immer beliebter. Ob Produkte (Vorreiter: iPad), Websites und Portale, Zeitschriften, Hotel-Einrichtungen, Bars und Lounges – stylish ist angesagt. 

Trend 7: Customized Branding 

Kunden verlangen nach Produkten, die auf ihre persönlichen Wünsche zugeschnitten sind. Daher werden immer mehr Massenprodukte durch eine individualisierte Verbraucheransprache emotional aufgewertet. Namen im Stil von „mi adidas“ oder „mytoys.de“ sind Ausdruck dieses Trends. 


Partnerportale: Namen ohne Prickelfaktor

Das Angebot an Partnerportalen und Partnersuchmaschinen im Internet ist riesig. Mit welchen Naming-Strategien differenzieren sich die Anbieter in dem wachsenden Markt?

NOMEN hat mehrere hundert Namen einer linguistischen Analyse unterzogen. Hier die wichtigsten Ergebnisse:

  • Der Trend geht zu beschreibenden Namen. Der beliebteste Namensbestandteil ist „Flirt“, gefolgt von „Date/Dating“, „Single“, „Love/Liebe“ und „Partner/Pair/Par“.
  • Namensmodelle von bekannten Portalen werden gerne kopiert, z. B. „eDates“, „eDarling“, „iLove“, „singlemonster“.
  • Häufig verwendet werden Namen, die spezielle Zielgruppen ansprechen. Themenbereiche sind: z. B. Hobbys („DateMyDog.de“), Beruf („farmflirt.de“), Alter („50plus-treff.de“), Behinderungen/Erkrankungen („ParaLove.de“), äußere Erscheinung („mollylove.de“), Alleinerziehende (singlemama.de“) oder sexuelle Vorlieben („swingfreunde.de“).
  • Namen mit Claim-Charakter sollen Wahrnehmung und Bekanntheit ankurbeln: „achkommschon.de“, „zeitzumflirten.de“, „kissnofrog.de“.

Schuh-Shops: Ein Name wie der andere

Zalando, Limango, Omengo – ob Kunden da noch durchsteigen? 

Ein kreativer Markenauftritt ruft Nachahmer auf den Plan. Ganz nach dem Motto: Was einmal funktioniert, geht auch zweimal, dreimal oder viermal. Diesen Eindruck gewinnt man bei näherer Betrachtung von Schuh-Shops im Internet. Trendsetter war der US-amerikanische Online-Shop Zappos, der 1999 gegründet und später von Amazon übernommen wurde. Inzwischen schießen ähnliche Namen wie Pilze aus dem Boden: limango.de, zalando.de, mirapodo.de, omengo.de oder tamario.de. Der Nachteil der Nachahmerstrategie ist, dass zur Marktdifferenzierung ein erheblicher Marketing-Aufwand betrieben werden muss. 

Demgegenüber steht der beschreibende Name shoepassion.com, der sich vor allem an männliche Schuhkäufer richtet. Dieser hebt sich in seiner Andersartigkeit zwar ab, sein Markencharakter ist aber deutlich schwächer ausgeprägt. Dass die Lösung in der Mitte liegt, beweisen Namen wie Javari.de oder kolibrishop.com. Sie wirken attraktiv und hochwertig, haben ein starkes Markenpotenzial und stechen aus der Masse heraus. 


Markenanmeldungen: Aktuelle Änderungen bei den Waren- und Dienstleistungsklassen

Am 1. Januar 2012 ist die 10. Ausgabe der „Internationalen Klassifikation von Waren und Dienstleistungen für die Eintragung von Marken (Klassifikation von Nizza)“ in Kraft getreten. 

Diese enthält wichtige Änderungen bezüglich der Eingruppierung von 

  • Nahrungsergänzungsmitteln und Lebensmittelzusatzstoffen, 
  • Unterhaltungs- und Spielgeräten, 
  • Deodorants und Babywindeln 
  • Dienstleistungen des Leasing und Franchising sowie 
  • Schätzdienstleistungen. 

Hinzu kommt eine Reihe von Klassenänderungen aus der Klasse 9 in andere Klassen. Außerdem wurden zahlreiche neue Begriffe (z. B. „Stammzellen“, „Ethanol“, „Windturbinen“, „Musikdateien zum Herunterladen“) in die Klassifikation aufgenommen und veraltete Begriffe („Hemdenspanner“, „Zündmagnete für Motoren“, „Futtertröge“ u. a.) gestrichen. 

Weitere Infos: http://www.dpma.de/service/dasdpmainformiert/hinweise/hinweisnizzaerklassifikation/index.html 


Zahlen statt Namen: Besser nicht!

Im technischen Bereich sind Zahlen-/Buchstaben-Kombinationen beliebte Produktbezeichnungen. Doch was aus Anbietersicht logisch erscheint, kann für Kunden zum Ärgernis werden.

Denn Produktnamen, die aus Codes bestehen

  • müssen erklärt werden
  • lassen sich nicht unterscheiden von der Herstellerbezeichnung, z. B. VRZ, ETA, KSB etc.
  • ähneln den Namen für Standards, z. B. ISO, ASAM oder den Namen für Technologien (z. B. CAN) oder Steuergeräte (ECU) und
  • werden mit Artikelbezeichnungen oder Bestellnummern verwechselt.

Verwechslungen mit Wettbewerbsprodukte oder Fehler durch Zahlen- und Buchstabendreher sind vorprogrammiert. Merkfähige verbale Produktnamen sind die bessere Lösung!


NOMEN Name Check: Top oder Flop?

„Daps“ und „Burgi’s Kloßteig seiden“ - wohlschmeckend oder abschreckend? 

Mit bildlichen Vergleichen ist es so eine Sache. Manchmal fällt ein Bild nämlich aus dem Rahmen – wie bei Burgi’s Kloßteig seiden. Auf der Haut fühlt sich Seide angenehm an, doch auf der Zunge hinterlässt sie ein pelziges Gefühl. Außerdem sollte ein Markenname keine Rechtschreibfehler enthalten: Der korrekte deutsche Genitiv lautet Burgis. Leckeres Produkt – unpassender Name. 

NOMEN-Urteil: Flop!

Das Markenbewusstsein des deutschen Durchschnittshundes ist eher schwach entwickelt. Deshalb wird ihn der pfiffige Name Daps (lat.: leckeres Mahl) für Hundefutter kalt lassen. Doch Herrchen oder Frauchen gibt er das gute Gefühl, dem kleinen Liebling nur das Beste zu servieren – und das allein zählt. 

NOMEN-Urteil: Top!


Neues von NOMEN

Nexira – Nexira ist ein führender Anbieter von innovativen Zutaten für die Lebensmittel-und Gesundheitsindustrie. Der international einsetzbare Name wurde von NOMEN entwickelt.

AOK vigo select & vigo akzent – Diese Namen machen es den Versicherten leicht, sich im Leistungsangebot der AOK Rheinland/Hamburg zurechtzufinden. Die AOK-Wahltarife heißen ab sofort vigo select, die Zusatztarife vigo akzent.

 


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