Naming-Trend: Personalisierte Produkte

Nutella ist neben Coca-Cola einer der Trendsetter in Sachen personalisierte Produktetiketten. Aber machen solche Aktionen eigentlich Sinn? Profitiert die Marke davon oder schadet das dem guten Namen?

Die personalisierten nutella-Etiketten sind zurück. Bereits seit Mitte Januar sind die Aktionsgläser wieder deutschlandweit im Handel erhältlich. Jeder nutella-Fan kann seinem Etikett so eine noch persönlichere Note verleihen und ein Hobby oder Interesse auf dem Etikett verewigen. Über 30 Designs und Motive in je sieben verschiedenen Farben stehen zur Auswahl. Natürlich darf bei „dein nutella“ auch der Vor- oder Kosename im Design des nutella Schriftzugs nicht fehlen. Wie es funktioniert, wissen Fans längst. In jedem Aktionsglas befindet sich ein Code – mit diesem kann man auf www.dein-nutella.de ab sofort jeweils zwei Etiketten individuell gestalten und bestellen. Die selbstklebenden Etiketten werden kostenlos per Post versandt und können einfach über das ursprüngliche Etikett geklebt werden. So entstehen im Handumdrehen ganz individuelle nutella-Gläser – zum Behalten oder Verschenken an Freunde und Familie.

Aber: Das Produkt muss der Star bleiben.

„Im Rahmen einer zeitlich begrenzten Kommunikationskampagne sind personalisierte Produktetiketten eine gute Idee“, erklärt Nomen-Chefin Sybille Kircher. „Die Verbindung der Marke mit verschiedenen Eigennamen ist auffällig, originell und lädt zum Storytelling ein. Solche Aktionen sorgen also für einen Kommunikationsschub und intensivieren die Markenbindung.“ Zu lange sollten die Aktionen allerdings nicht laufen, da sie dem Ziel des nachhaltigen Markenaufbaus entgegenstehen. Schlimmstenfalls lassen sie das Produkt sogar austauschbar erscheinen – spätestens dann, wenn auch andere Hersteller auf diesen Trend aufspringen und der eigentliche Markenname nicht mehr den Unterschied macht. Sybille Kircher: „Wenn sich der Kunde auf dem Produkt inszeniert, wird die dahinterliegende Marke schnell zur Nebensache. Langfristig muss es deshalb immer darum gehen, die Einzigartigkeit des Produkts mithilfe eines unveränderlichen und konsequent verwendeten Markennamens hervorzuheben.“

Foto: Jiri Hera / fotolia

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