Agiles Projektmanagement: So klappt’s mit dem Markenaufbau

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Agiles Arbeiten gilt als der neue Königsweg zur Kundenzufriedenheit. Hier lesen Sie, wie agile Methoden die Namensfindung und den Markenaufbau unterstützen.

Möglichst schnell ein perfektes Ergebnis erzielen – wer möchte das nicht? Doch herkömmliches Projektmanagement nach dem Wasserfallmodell – basierend auf einer linearen Schritt-für-Schritt-Vorgehensweise – stößt hier oft an seine Grenzen. Der Grund: Jede Phase wird sukzessiv nach einem eingangs formulierten Ziel und einem festgelegten Zeitplan bearbeitet – Abweichungen hiervon werden von den Beteiligten nicht selten als unwillkommene Störung empfunden.

Im Marketing laufen klassisch-lineare Projekte in der Regel so ab: Die Marketing-Verantwortlichen formulieren das Ziel in Form eines Briefings, dann ist die Agentur am Zug. Die aktive Mitwirkung des Auftraggebers ist demnach zu Projektbeginn sehr ausgeprägt, beschränkt sich im weiteren Verlauf jedoch auf Zwischenfeedback oder auf die finale Freigabe. Doch was passiert, wenn das Ergebnis den Erwartungen des Auftraggebers nicht entspricht? Dann geht wertvolle Zeit verloren, weil umfangreich nachgebessert werden muss.

Agiles Projektmanagement: Vom Zuschauer zum Akteur

Beim agilen Arbeiten werden Veränderungen im Projektablauf von Anfang an mit einkalkuliert und zum Vorteil des Kunden genutzt. Das regelmäßige Nachjustieren der Anforderungen und regelmäßige Abstimmung in kurzen Intervallen sind ausdrücklich erwünscht. Das bedeutet im Idealfall, dass Auftraggeber und Agentur enger kooperieren und besser kommunizieren.

Der Vorteil liegt für beide Seiten auf der Hand: bessere Ergebnisse durch mehr Transparenz. Denn wenn das Projekt nicht in die richtige Richtung geht, fällt dies früh auf und kann kurzfristig korrigiert werden. Das spart Zeit und Geld. Allerdings bedeutet agiles Arbeiten auch mehr Engagement aller Akteure. Die „Spielregeln“ müssen eingangs verbindlich festgelegt werden: Offenheit für Neues, Kritikbereitschaft und natürlich die Bereitschaft, aktiv mitzuwirken und Verantwortung zu übernehmen – all das ist unabdingbar für den Projekterfolg.

Agil heißt nicht chaotisch, sondern kundenorientiert

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Genau wie klassische Wasserfall-Projekte brauchen auch agil gemanagte Projekte verlässliche Rahmenbedingungen, allen voran einen Konsens über das angestrebte Ziel, To-do-Listen für sinnvolle Teilschritte und die Fristen, in denen diese Aufgaben, wie z. B. Markenentwicklung, abgeschlossen sein sollten.

Die Teilschritte Strategie, Kreativität, Prüfung und Absicherung müssen zwar logischerweise Schritt für Schritt gemeistert werden – es macht keinen Sinn, Namen aufwendig juristisch zu prüfen, über die noch kein Konsens besteht – doch innerhalb der Phasen ist „Ping-Pong“ möglich und wünschenswert.

Agiles Arbeiten motiviert und fördert die Akzeptanz

Alle Teilschritte sollten in enger Zusammenarbeit mit den internen und externen Akteuren stattfinden. Dazu zählen Workshops zur Ideenfindung und Abstimmung sowie gemeinsame Auswahlprozesse. Die Motivation aller Beteiligten steigt unter Idealbedingungen mit dem Grad der Involviertheit in das Projekt. Ein konstruktives Miteinander und die Anerkennung gegenseitiger Kompetenzen sind eine wesentliche Voraussetzung für ein Projekt, das Spaß macht und gute Ergebnisse hervorbringt.

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Achtung: Hürden im Vorfeld erkennen und umgehen!

Neben der Aussicht auf schnellere und bessere Ergebnisse birgt ein agil gemanagter Markenaufbau auch Risiken:

  • Es besteht die Gefahr eines kreativen Schnellschusses, der den langfristigen Anforderungen an einen guten Markennamen nicht gerecht wird.
  • Die gefundene Lösung ist nicht ausreichend auf die Zukunft ausgerichtet, da sie sich zu stark auf den aktuellen Kundennutzen fokussiert.
  • Der Markenname wird an der langfristigen Unternehmensstrategie vorbei entwickelt.
  • Höhere Managementebenen, die nicht in den Prozess involviert waren, verwerfen die entstandene Lösung.

Hier ist die projektsteuernde Markenagentur gefordert, auf mögliche Risiken hinzuweisen und diese durch eine vorausschauende Beratung zu umgehen.

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