Wie unterscheidet sich eine Wortmarke von einer Wort-/Bildmarke ?

Wortmarke

Wortmarken setzen sich ausschließlich aus Buchstaben und Zahlen ohne jegliche grafische Gestaltung zusammen. Dabei ist die Schriftart oder Farbe irrelevant, lediglich die Reihenfolge der Buchstaben wird geschützt. Der Schutz dieses Wortes umfasst gegenüber Dritten sowohl Groß- als auch Kleinbuchstaben, ebenso wie auch andere Schriftarten.

Wort-/Bildmarke

Demgegenüber steht die Wort-/Bildmarke. Diese besteht aus einer Kombination von Buchstaben, Zahlen sowie grafischen Darstellungselementen. Sie enthält Elemente, die durch bloße Verwendung von Buchstaben nicht dargestellt werden können. Der Schutz deckt daher den optischen Eindruck des Schriftbildes ab und berücksichtigt unter anderem die Farbe, die Schriftart usw.

Eine Buchstabenkombination, die als solche nicht schutzfähig ist, kann durch den Zusatz bestimmter grafischer Merkmale als Wort-/Bildmarke Schutz erlangen. Auch wenn eine Marke als Wort-/Bildmarke eingetragen ist, bedeutet dies nicht, dass auch die Buchstabenkombination als solche ebenfalls Schutz erhält. Das bedeutet, dass das Wort innerhalb der Wort-/Bildmarke auch von anderen benutzt werden kann, solange es nicht auch als Wortmarke geschützt ist.

Wie sehen diese Marken in der Praxis aus?

Stellen Sie sich vor, dass Sie die Marke “Prima” als Bildmarke eintragen lassen, da Sie ein einzigartiges Design geschaffen haben und sich bewusst sind, dass dem Basisbegriff die Unterscheidungskraft fehlt, um schutzfähig zu sein. Sie werden gegen diesen Konkurrenten wenig ausrichten können, da die grafischen Elemente trotz der Wortgleichheit grundsätzlich unterschiedlich sind.

WeIche Schutzmarke ist für Sie besser?

Das hängt von Ihrer konkreten Situation ab. Viele Unternehmen registrieren ihre Marken als beides, um ihren Schutzumfang zu maximieren.

Der Vorteil einer Wortmarke besteht darin, dass sie Konkurrenten daran hindert, gleiche oder ähnliche Wörter zu benutzen. Es ist jedoch schwierig, Wortmarkenschutz zu erlangen, da das Wort einen ausreichenden Grad an Unterscheidungskraft aufweisen muss. Außerdem fällt eine Situation, in der ein Konkurrent eine ähnliche Grafik, aber unterschiedliche Wörter verwendet, nicht in den Schutzbereich einer Wortmarke.

Im Gegensatz dazu ist eine Bildmarke leichter zu schützen, da die grafischen Elemente die Schwelle zur Unterscheidungskraft leichter erfüllen. Jedoch muss jedes Mal, wenn ein Rebranding stattfindet, eine neue Bildmarke eingetragen werden. Auch kann man eine Wort-Bildmarke in redaktionellen Texten nicht darstellen. In der gesprochenen Sprache ist eine Wort-Bildmarke nicht unterscheidungsfähig, insbesondere dann, wenn es identische Marken mit jeweils anderen Gestaltungselementen gibt.

Grafik by NOMEN

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