INRI als Modemarke eingetragen

Die Grenzen des guten Geschmacks strapaziert ein Unternehmer aus Aichach bei Augsburg. Er sicherte sich die deutschen und europäischen Markenrechte an der Buchstabenkombination INRI, die als Kreuzinschrift von Jesus überliefert ist. Inzwischen ist auch eine gleichnamige Firma gegründet, die schon bald T-Shirts mit diesem Schriftzug vermarkten soll. Erstaunlicherweise hadert die Kirche kaum mit der ungewöhnlichen Markenmeldung, vielleicht auch deswegen, weil Firmengründer Werner Lustig in der Presse fromme Beweggründe darstellt. Die Idee zu der Markenanmeldung, gab er der „Augsburger Allgemeinen“ zu Protokoll, sei ihm beim Betrachten eines Wegkreuzes gekommen. Er sei ein gläubiger Mensch und langjähriger Ministrant, berichtete er dem „Ingolstädter Donaukurier“. Und: „Jeder sollte seinen Glauben auf dem Herzen tragen.“ Rund 80 Euro sollen die T-Shirts, die in Bangladesch produziert werden, laut Medienberichten pro Stück kosten. Vorne auf der Brust soll mittig der INRI-Schriftzug in goldener Farbe zu sehen sein, auf der Rückseite das Jesu-Portrait des Turiner Grabtuchs. In einem zweiten Schritt könnten Getränke unter dem gleichen Markennamen folgen. Natürlich sei es seine Intention, damit Geld zu verdienen, erklärte Werner Lustig dem Bayerischen Rundfunk. Aber er wolle der Gesellschaft auch etwas zurückgeben und irgendwann eine Stiftung gründen. Wie heißt es doch so schon im Volksmund – wer’s glaubt, wird selig?

Wie sehen Sie diese Markenregistrierung? Wir sind gespannt auf Ihre Meinung und Ihre Kommentare!

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