Marken-Trends: Was uns 2020 inspiriert!

Von Nostalgie über Technologie bis Nachhaltigkeit – das neue Jahr wird von vielen unterschiedlichen Trends geprägt. Nomen erklärt, wie die Themen die Wahl des Markennamens beeinflussen.

Foto: AdobeStock / kathayut

Trend # 1: Minimalismus

Der neue Minimalismus spiegelt sich am offenkundigsten in reduzierten Logos wider. Der Grund: Einfache Logos sind für die digitale Nutzung besser geeignet.  Daher geht der Trend weg von überflüssigen Darstellungen wie Linien, Schnörkeln, Schmuckelementen und dreidimensionale Tiefe. Ein bekanntes Beispiel ist das neue, minimalistische VW Logo. Auch Markennamen werden – soweit möglich – zunehmend auf das Wesentliche reduziert (z. B. Mii). Die Kehrseite der Medaille: Vereinfachung führt langfristig zu einer starken Vereinheitlichung von Marken und geht zu Lasten der Differenzierung. Außerdem lässt sich der Trend im Naming nicht lange durchhalten. Es stehen weiterhin nur 26 Buchstaben zur Verfügung, die bereits in allen erdenklichen Kombinationen in den wichtigsten Warenklassen geschützt sind.

Foto: Veltins

Trend # 2: Nostalgie

Marken wie Grevensteiner oder Forever 21 lassen die guten alten Zeiten aufleben. Nicht allein im Namen, sondern auch im Sortiment. So vermarktet Urban Outfitters auch Polaroid-Kameras, Schallplatten und Kassetten. Das weckt angenehme Gefühle von Heimat, Haptik und Authentizität – ein Gegentrend zur virtuellen, schnelllebigen und vermeintlich unsicheren Welt. Im Naming schlägt sich die Nostalgie im Gebrauch der deutschen Sprache nieder: Die Muttersprache verbindet man mit Kindheit und Geborgenheit. Ein Beispiel für einen Nostalgie-Namen ist Mädchenflohmarkt für einen Online-Second-Hand-Marktplatz.

Foto: AdobeStock /phonlamaiphoto

 

Trend # 3: Technologie

Sprachassistenten sind erst der Anfang: Immer mehr Marken bieten Lösungen auf der Basis von Künstlicher Intelligenz (KI) und Maschinelles Lernen (ML) an. Diese Technologien werden die Arbeitsproduktivität in Zukunft steigern und damit auch das Wirtschaftswachstum der Industrieländer, die talentierte und erfahrene Fachkräfte an sich zu binden wissen. Die Aufbruchstimmung wird in futuristisch klingenden Markennamen erkennbar. Ein klarer Trend besteht in der überdurchschnittlichen Verwendung des Buchstabens X als Symbol für Vernetzung sowie der Abkürzung AI: Konux, Aerolinx, Nexar, Xilinx, AImotive, driveAI, Aidoc Medical und viele mehr.

Gleichzeitig rücken der Klang und die Aussprechbarkeit des Markennamens in den Fokus, da Marken und Kunden auch verbal interagieren. Weltweit soll jeder Nutzer in der Lage sein, den Namen so auszusprechen, dass er zum Beispiel von einem Sprachassistenten verstanden wird.

Trend # 4: Nachhaltigkeit

Foto: Stop the water while using me!

Der Siegeszug des grünen Konsums geht weiter. Immer mehr neue Marken verschreiben sich fairen Produktionsbedingungen und einem achtsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Und Verbraucher sind bereit, mehr für umweltfreundliche Produkte auszugeben. Viele Markennamen versuchen, ihre Werte und Ziele möglichst klar zum Ausdruck zu bringen. Ein Trendsetter ist die Kosmetikmarke STOP THE WATER WHILE USING ME oder auch das Textil-Upcycling-Label Wiederbelebt. Nach Marken wie Innocent, Share und Honest gibt es inzwischen auch solche, die kämpferische Töne anschlagen, so z. B. das Fair-Fashion-Label Armed Angels.

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