Spannend war‘s: Unsere Eindrücke von der MEDICA 2025

Die alljährliche MedTech-Messe MEDICA in Düsseldorf ist für uns als Düsseldorfer Namensagentur jedes Jahr ein Heimspiel und zugleich ein Muss. Schließlich haben wir etliche Kunden im MedTech- und Healthcare-Bereich. Wir waren daher wieder sehr gespannt und wurden nicht enttäuscht. Im Gesundheitsmarkt steckt jede Menge Dynamik.
Künstliche Intelligenz war das beherrschende Thema – von Effizienzsteigerung in Kliniken über KI-gestützte Prävention bis hin zu Brustkrebsfrüherkennung oder Ganzkörper-Check-ups in fünf Minuten. Gleichzeitig wurde oft die Frage nach der Verlässlichkeit von KI und der Haftung bei KI-gestützten Empfehlungen gestellt – ein Thema, das die Branche nachvollziehbarerweise beschäftigt.
Nerven stimulieren, Krankheiten riechen
Präzisionsmedizin, Telemedizin und Robotik waren ebenso präsent, darunter robotergestützte Chirurgie oder laserbasierte Systeme wie das robotische Laserosteotom des Fraunhofer ILT. Auch Exoskelette spielten eine große Rolle – darunter Lösungen, die nach Schlaganfällen oder Rückenmarksverletzungen frühzeitig die Bewegungsfähigkeit unterstützen.
Neben dieser Art von Hightech gab es auch zahlreiche andere Innovationen zu sehen, etwa im Bereich Sensorik. Faszinierend fanden wir Systeme, die Nerven stimulieren, um verlorene Wahrnehmung zurückzubringen.

Ein weiterer Trend: die wachsende Zahl an Einwegprodukten, etwa bei Endoskopen. Auch Miniaturisierung ist ein Thema: Lab-on-Chip-Systeme sowie Varianten wie „Lab on a Wrist“ verdeutlichen, wie Diagnostik zunehmend mobil wird. Beeindruckt hat uns auch das Konzept der sogenannten Smellprints, also Geruchsmuster, die Krankheiten identifizierbar machen und künftig Diagnoseverfahren ergänzen können.
Naming-Trends im MedTech-Bereich
Als Agentur für Namensfindung hat das NOMEN-Team natürlich besonders auf Marken- und Naming-Trends geachtet. Gefragt sind:
- Gut sprechbare bzw. assoziative Namen, z. B. ein autonomer Krankenwagen namens „Rovi“, der Patienten im Krankenhaus an den richtigen Ort bringt, oder „PINK!“ für eine ärztlich geführte Online-Plattform und eine kostenlose App („PINK! Coach“) für Brustkrebspatientinnen, die eine App auf Rezept ist und als digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) zugelassen ist.
- Menschlich wirkende Namen für KI-Tools wie den bereits erwähnten Ganzkörper-Check-up in fünf Minuten namens „Clara“. Weitere Namen wie „Emma“ oder „Prof. Valmed“ sind ebenfalls Ausdruck dieses Trends.
- Namensstrukturen mit klar erkennbarem Markenfamiliencharakter, etwa bei Serien von Ultraschallgeräten, wie „SonoPort, SonoMax, SonoAir, SonoEye“ von Chison. Chison ist übrigens ein chinesisches Unternehmen, von denen wir auf der MEDICA dieses Mal besonders viele gesehen haben.
- Typische Branchensilben wie bio-, -steri-, -gen oder ortho- begegneten uns natürlich überall. Eingängig, aber nicht differenzierend und daher aus unserer Sicht nicht empfehlenswert.
- Häufig waren auch generische Beschreibungen anstelle von starken Markennamen zu sehen. Da zucken wir innerlich zusammen, weil Namen wie Microbiologics oder Immundiagnostik AG nun mal nicht einzigartig sind und Potenzial verschenken. Das gilt auch für Abkürzungen als Namen wie EFF oder IEE. Autsch.

Ungewöhnliche Namen für innovative Konzepte
Gut gefallen haben uns außerdem Wearable-Spezialisten mit innovativen Konzepten und ungewöhnlichen Namen, darunter Quad Industries, die als One-Stop-Shop komplette Entwicklungspipelines abdecken. Innovationen wie „reBEAT“ von AdjuCor zeigten, wie punktgenau neue Systeme zur Herzunterstützung entwickelt werden. Oder KI-Anwendungen im Bereich der Stimmanalyse – so wie das Tool, von Virtuosis AI, das Stress, Depression oder künftig Parkinson an der Stimme erkennen soll.

Unser Fazit: Der Besuch auf der MEDICA war inspirierend, weil wir gesehen haben, wie rasant sich der Markt entwickelt und wie viele spannende Innovationen im Gesundheitsbereich auch in Zukunft einen differenzierungsstarken Namen brauchen. Im Bereich Naming haben wir beobachtet, dass manche Unternehmen bereits auf klare Strukturen setzen, während andere im Wettbewerb noch ihr unverwechselbares Profil entwickeln müssen.
Genau das ist unser Kerngeschäft. Melde dich gerne, wenn wir dich mit unserer langjährigen MedTech-Naming-Erfahrung unterstützen sollen: info@nomen.de oder 0211 577 906-0
Foto: Messe Düsseldorf / Tillmann